Ein Boot in der Küche

Eine Hommage an die Biberacher Zeichnerin und Malerin
Romane Holderried Kaesdorf

Ein Boot in der Küche
Ein szenisch-choreografisches Skizzenbuch von Möbeln und Menschen, vom Sitzen und Aufbrechen und von der belebenden Wirkung des Unsinns.

Die Biberacher Zeichnerin und Malerin Romane Holderried Kaesdorf
(Biberach,11. Mai 1922  - 23. Mai 2007) inspirierte mit ihrem umfänglichen Werk an Zeichnungen und Bildern die beiden Regisseur/-innen Martha Freier (Theater Zentrifuge, Berlin) und Thomas Laengerer (Dramatischer Verein, Biberach) zu einer szenischen Collage des Absurden, welches im Biberacher Komödienhaus seine Welturaufführung findet. Eine skizzenhafte Bilderfolge von grotesken chorischen Bewegungen und absurden Szenenfragmenten, mit Textzeilen von Gertrude Stein, Ernst Jandl, Franz Kafka, Ror Wolf, H.C.Artmann, Henri Michaux, Raimond Queneau und eigenen Texten führt durch die Bildwelt der Künstlerin. Bei den auftretenden Figuren geht es nicht um das was sie tun, sondern wie sie es tun: sie erproben verschiedene Handlungen und Haltungen. Sie tun die Dinge ganz anders als erwartet und bieten dadurch herrliche Anregungen für ein experimentelles Theaterfest, welches nichts zu sagen hat und doch durch seine Beredsamkeit nachdenklich stimmt.

Da das Museum Biberach als Kooperationspartner uns eine Auswahl von Bildern der Künstlerin für das Projekt zur Verfügung stellt, haben wir die Chance  ein einmaliges Gesamtkunstwerk entstehen zu lassen. Dafür danken wir herzlich.


Voraufführung (work in progress) mit Publikumsgespräch am Sonntag, 15.April 2018, 20:00 Uhr Komödienhaus, Biberach

Mit unserer Voraufführung oder wie man sagt „work in progress“ – Aufführung sprechen wir ein Publikum an, welches einen Eindruck vom Prozess des Theatermachens gewinnen möchte. Wir möchten Menschen, die am Theater an sich interessiert sind, die Möglichkeit bieten ein unfertiges Produkt zu betrachten (es werden nicht alle Szenen gezeigt) und sich dann eine halbe Woche später vergleichend das Endprodukt anzusehen. In einem Publikumsgespräch wollen wir nach der Voraufführung hören, was noch unverständlich, zu lang oder besonders schön ist, um an dieser Kritik dann noch eine halbe Woche zu arbeiten. Die Berliner Schauspieler*innen kommen am Freitagnachmittag und wir haben 2 ½ Probentage um unser Theaterstück zusammenzustellen – danach stellen wir uns dem Publikum. Wir haben das Ziel auf unsere Arbeit aufmerksam zu machen, die Zuschauer als Theaterliebhaber mit ihrer Kritik und ihrem Zuspruch ernst zu nehmen und für uns zu lernen.

 
Aufführungen Berlin

18./19./20. Mai 2018
ACUD– Theater Berlin, Veteranenstraße 21, Berlin - Mitte